Meine Philosophie
Meine Philosophie
Ich sehe in deinem Körper keinen Mangel, sondern Potential.
Dein Körper trägt Geschichte verwoben in Gewebe und häufig unverarbeitete Erfahrungen und Emotionen, die Körperhaltung und Symptome beeinflussen. Diese einfach „wegzumachen“ ergibt selten Sinn. Kennst du Dinge, die einfach immer wiederkommen? Falls ja, lass uns gemeinsam Richtung Wurzel gehen.
Du musst nichts aushalten! Wie oft wird uns gesagt, dass wir unsere Grenzen erweitern müssen oder aus der Komfortzone raus sollen. Die meisten von uns dürfen lernen, stattdessen ihre Grenzen überhaupt erst einmal zu spüren, dann zu kommunizieren und auch zu halten. Erst wenn wir uns spüren, können Blockaden schmelzen und wir müssen uns nicht immer wieder übergehen.
Kapazität kommt immer vor Intensität!
Kennst du intensive Breathworksessions, schreiende Menschen und das Gefühl, immernoch mehr machen zu müssen? Intensität ist nicht das Problem, sie kann Lebendigkeit sein. Aber ein Fluss, der kein Flussbett hat, ist eine Überschwemmung und vielleicht dürfen wir uns fragen, ob es wirklich „tief“ ist, was wir erfahren oder nur intensiv. Was für unseren Körper nicht zu verarbeiten ist, ist keine Heilung sondern vielleicht nur der nächste Dopaminkick.
In jedem Schmerz ist das Leben. Die Lebendigkeit, Freude und Verbindung, die wir uns wünschen, liegt im echten Kontakt mit genau dem, was gerade da ist – in deinem Körper, deinen Emotionen und deinen Gedanken. Mit dem Teil sein können, der einen Widerstand spürt, ohne ihn weg machen zu müssen. Wenn wir lernen Trauer, Wut und Ängste zu halten (ohne sie nur auszuhalten) und fliessen zu lassen, dann laden wir gleichermassen auch die Leichtigkeit und Liebe ein.
Die Methode, mit der wir am Körper arbeiten ist nicht wichtig. Von wirklicher Bedeutung ist der Beziehungsraum zwischen den beiden Menschen, die zusammenkommen. Keine Methode kann aufwiegen, was Sicherheit mit einem anderen Menschen in dir erzeugt. Wenn nichts an dir zieht und zerrt und dich anders haben möchte, als du bist, kann etwas vielleicht zum ersten Mal tief in dir ausatmen und sich lösen, obwohl es niemand von Aussen gelockert hat.
Es gibt nichts, was wir wissen.
Wir dürfen wieder lernen vom Müssen ins Dürfen zu kommen. Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Hier können wir uns hinein entspannen, neugierig sein, uns erforschen und damit spielen. Wenn dir jemand die eine Wahrheit verkaufen möchte, dann lauf. Jede/r von uns bringt hier ihre/seine eigene Medizin, die entdeckt und gelebt werden darf. Und am Ende gibt es kein Ziel. Es gibt nichts, wo wirklich hinkommen könnten.
Unser Ziel ist nicht ein dauerhaft „reguliertes Nervensystem“ zu haben.
Ziel ist ein bewegliches Nervensystem, welches sich fluide ausdehnen und zusammenziehen kann, je nachdem, was benötigt wird.
Niemand ist dauerhaft ruhig und entspannt. So funktioniert „leben“ nicht. Wir möchten lernen, immer mehr fühlen und durch uns durch fliessen zu lassen, ohne uns darin zu verlieren oder überfordert zu sein. Das Ziel ist nicht Kontrolle, sondern echter, lebendiger Kontakt. Wer ständige Regulation sucht, vermeidet das Leben selbst.
Die Elemente der Natur leben in uns.
Wir Frauen tragen durch unser Bluten die ursprünglichste Anbindung an diese Welt. Es ist ein tiefes Sehnen, welches uns durch diesen Zyklus und durch die Elemente führt. Unser Körper ist Erde, Verbindung und Bewegung. Hier liegt der Halt, damit wir fliessen können und Tränen uns reinigen. Das Feuer lädt unsere Magie und Schöpferkraft ein. Und die Luft lässt uns spielen, tanzen und durch tiefen Atem mit allem verbunden sein.
